
Arisierung, organisierte Beraubung und jüdische Zwangsarbeit 1933 bis 1945: Tonwerk, ein Projekt mit Ryan Lilienthal aus Princeton
- Categories Engagement
- Date 18.02.2026
Schülerinnen und Schüler haben sich in ihren Arbeiten im Archiv mit zahlreichen konkreten Fällen der organisierten Beraubung und Enteignung sowie der jüdischen Zwangsarbeit in der Region befasst. Der systematische Entzug jeglicher Lebensgrundlagen und die Entrechtung und Ausgrenzung vollzogen sich vor allen Augen.
Die von Jugendlichen gestalteten besonderen Ziegelsteine -„Translucent Bricks“- versuchen eine persönliche Verbindung zu den einzelnen Opfern zu schaffen. Sie stehen aber auch in direktem Bezug zu Ryan Lilienthals Arbeit über seine eigene Familie. Die Schülerinnen und Schüler nutzen die originalen Gussformen der Ziegelsteine aus dem Tonwerk Heppenheim, in dem seine Familie Zwangsarbeit leisten musste, vor der Deportation und Vernichtung.
Gleichzeitig werfen ihre aus Porzellan gefertigten beleuchteten Ziegelsteine ein besonderes Licht auf die historischen Originalziegelsteine in der Installation.
Die Jugendlichen haben sich mit vielen oft sehr persönlichen Dokumenten und Briefen der Opfer befasst. Ihre Idee war es, durch die Übertragung der persönlichen Unterschriften Nähe zu schaffen und den Menschen ihre individuelle Identität zurückzugeben.
Ergänzend sammelten sie Begriffe aus den Briefen und Dokumenten, die Verlust und Trauma adressieren oder eigene Emotionen ausdrücken.
Jeder Begriff hat seine eigene individuelle Bedeutung für die jeweilige Person.
Am Donnerstag, den 26.02. um 18 Uhr, findet die Finissage der Ausstellung im Staatsarchiv statt. Besonderes Highlight: Die beteiligten Schüler:innen übernehmen Verantwortung und führen selbst durch die Ausstellung. Sie zeigen, was sie gemeinsam mit Ryan Lilienthal erarbeitet haben!
Vorbeikommen lohnt sich!
26. Februar | 18:00 Uhr, Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
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